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Reisereportage: Die Suche nach dem schwarzen Pfeffer Ich befinde mich mitten in einem Pfefferfeld in Indonesien. Indonesien ist eine der Gegenden, in denen McCormick schwarzen und auch weissen Pfeffer einkauft. Es ist Erntezeit, in den Monaten Juli und August arbeiten die Bauern in ihren Feldern sehr schwer. In diesem Artikel meines Reisetagebuchs werde ich Ihnen alle Geheimnisse des beliebtesten Gewürzes des Westens enthüllen! |
Über den indonesischen Pfeffer Der schwarze Pfeffer stammt aus der indonesischen Provinz Lampong, deren Namen er auch trägt. Lampong liegt im Süden von Sumatra. Der Lampong-Pfeffer gilt aufgrund seiner Schärfe, seines Geschmacks und Aromas als eine der feinsten Pfeffersorten. Die Anbaugebiete erreicht man zuerst mit dem Flugzeug nach Bandar Lampung, von wo man sich Richtung Norden nach Kotabumi begibt. Dies ist das grösste Sammelzentrum der indonesischen Pfeffer-Versorgungskette. Zu dieser Jahreszeit braucht man vier Stunden, um von Bandar Lampung in das nur rund 60 Kilometer entfernte Kotabumi zu gelangen. Die enge Strasse ist mit riesigen Schlaglöchern übersät, Menschen, Busse, Lastwagen, Schafe und alle möglich Tiere tummeln sich hier. Es ist der reinste Hindernislauf! In der Stadt ziehen Bauern und Kleinhändler durch die Strassen, um für ihren Pfeffer den besten Preis zu erzielen. Hier tauchen wir richtig in die Welt des Pfefferhandels ein. Nach einem köstlichen Essen – dem würzigen „Rendang“, das in kleinen Lokalen mit Saté gereicht wird – brechen mein einheimischer Führer und ich auf. In zwei Stunden erreichen wir die nördlich gelegenen Pfefferanbaugebiete. Hier sind die Strassen nicht so belebt und ich kann endlich die Schönheit der indonesischen Landschaft bewundern. |
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Vom historischen Schatz zum Nahrungsmittel der Moderne Fragen Sie Gewürzeinkäufer danach, welches Gewürz den Grossteil ihrer alltäglichen Arbeit ausmacht und alle antworten ohne zu Zögern: der Pfeffer! Die Bedeutung des Pfeffers lässt sich aus den Geschichtsbüchern herauslesen. Der Pfeffer wird auch der „König der Gewürze“ genannt und diente früher als Zahlungsmittel für Steuern, Abgaben, Aussteuern und Miete. Die Pfefferkörner wurden wie Gold gewogen und dienten als Tauschmittel. Als die Westgoten im Jahr 410 Rom eroberten, verwendete man Pfeffer sogar als Lösegeld. Berühmte Entdeckungsreisende wie Vasco de Gama und Christoph Columbus erforschten die indische Malabarküste, weil sie dort das El Dorado des Pfeffers vermuteten. Später überquerten Schiffe den Ozean bis in die Tropen, um dort Pfeffer und andere Gewürze zu kaufen, nach denen wachsende Nachfrage bestand. Die Gewürzeinkäufer von McCormick führen diese Tradition fort und unternehmen weite Reisen, um den besten Pfeffer direkt beim Hersteller zu kaufen. Glücklicherweise dauern die Reisen nicht mehr monatelang – heutzutage gelangen wir in rund 15 Stunden mitten in die bedeutendsten Anbaugebiete. Schwarzer Pfeffer ist ein Grundnahrungsmittel der westlichen Küche geworden. In der Schweiz ist er das meistverkaufte Gewürz. Zu allen Seiten wächst eine üppige Flora und in der Ferne erkennt man majestätische Vulkane. Als wir endlich zu den Bauernhöfen gelangen, sehen wir reihenweise dünne Bäume, die 5-6 Meter hoch und mit Lianen und Pfefferähren bedeckt sind. Zwischen den Reihen hocken Männer auf einer Art Trittleiter und pflücken händisch die einzelnen Pfefferähren. Jede Ähre enthält 30 bis 70 Pfefferkörner. Die geernteten Beeren werden auf Rasenstücken vor den Bauernhöfen in der Sonne zum Trocknen aufgelegt. Die Beeren trocknen 7 bis 10 Tage lang und werden regelmässig gewendet. Jeden Abend werden sie in die Häuser gebracht. Die durchgetrockneten und nun schwarzen Beeren werden bis zum Verkauf im Haus des Bauern aufbewahrt. Diese Wartezeit kann einige Tage, aber auch mehrere Monate dauern. Als ein Bauer uns nach Hause einlädt, werden wir Zeugen ihrer Vorgehensweise. Er behandelt uns wie alte Bekannte und zeigt uns einen Pfeffersack, den er seit der letzten Ernte hinter seinem Bett versteckt hielt. Er erklärt uns, dass dieser Sack sein Sparkonto sei und seiner Meinung nach die beste Möglichkeit, seinen Anbau auf diesem schwer umkämpften Markt zu schützen. |
Schwarzer Pfeffer in Zahlen |
• Der Pfeffer ist das im Westen am meisten verkaufte Gewürz. In nur wenigen Jahren ist der Verbrauch um 30% gestiegen und beträgt 150.000 Tonnen. • Der Grossteil des Pfeffers wird in Indien, Indonesien, Malaysien, Brasilien und im Vietnam angebaut. • Der Pfeffer, Piper Nigrum, ist eine tropische Pflanze. Sie wächst in Ländern mit starkem Monsunregen gefolgt von schwachen Regenfällen und Trockenzeiten, in denen sich die Beeren voll entwickeln. Von der Bestäubung der Blüte bis zur Ernte vergehen sieben bis acht Monate. • Die Pfefferkörner wachsen auf Lianen, die an Stangen oder Bäumen hochklettern und 30 Meter lang werden können. Die Pflanze erreicht mit drei Jahren ihre Reife und trägt dann jahrelang Früchte. |
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• Eine Pfefferliane gibt drei verschiedene Gewürze, je nachdem, wie reif die Pfefferbeeren bei der Ernte und Trocknung waren. • Grüne Pfefferbeeren – Die unreifen Beeren werden in Salzlauge eingelegt oder gewaschen, um ihre grüne Farbe zu erhalten. Danach werden sie getrocknet oder gefriergetrocknet. • Schwarze Pfefferbeeren – Die reifen grünen Beeren werden 5-10 Tage in der Sonne getrocknet. • Weisse Pfefferbeeren – Voll ausgereifte Beeren sind rötlich/gelblich. Sie werden in Wasser gelegt und ihre Hülle wird abgerieben. Übrig bleibt nur der weisse Kern der Pfefferbeere, der anschliessend in der Sonne getrocknet wird. | |
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Kräuter und Gewürze sind nicht einfach nur nahrhaft! Sie haben zahlreiche Vorzüge, die wir im Alltag genießen können:
• Organoleptisch-sensorische Vorzüge: Sie machen Ernährung erst richtig zum Genuss, weil sie unseren Gerichten Geschmack, Würze, Farbe und Geruch verleihen.
• Sie lassen uns mit Freude essen und neue Gerichte kosten: Daher sind sie vor allem bei Kindern wichtig, um ihre Neugier zu wecken, bei Erwachsenen, um ihre Nahrung vielseitig und damit ausgewogen zu gestalten, bei älteren Menschen, um ihren Appetit anzuregen und die Freude am Essen zu erhalten.
• Wir verwenden weniger Salz und Fett, weil Gewürze und Kräuter allein den Gerichten schon genügend Geschmack verleihen.
• Sie bringen uns zum Verzehr gesunder Nahrungsmittel wie zum Beispiel Gemüse, Fisch und Hülsenfrüchte, weil diese mit Gewürzen und Kräutern verlockender wirken als ohne.
• Sie geben uns Freude am Kochen, die leider am Verschwinden ist und gefördert werden sollte! Den Duft eines leise vor sich hin köchelnden Gerichts zu riechen, an den Gewürzen schnuppern, bevor man sie mitkocht, die Farbe eines Curry-Gerichts bewundern... dieses einfache und schlichte Glück ist zum Greifen nahe!
• Sie sind gut für alles und für alle!
Ohne jede Hemmung probieren, kosten, mischen, beimengen, genießen, riechen, einatmen… und sich Gewürze und Kräuter zu Eigen machen!
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