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Gewurze

Anis

Bei den alten Römern empfahl man Anissamen denjenigen, die jünger aussehen wollten und zusätzlich denen, die ihren Atem erfrischen wollten. Anispflanzen sollen ebenfalls Alpträume verhindert haben. Grüner Anis ist ein Doldenblütler schlechthin, der sich durch sein Bouquet an weissen schirmchenförmigen Blüten charakterisiert und sich durch seine aromatischen Eigenschaften hervorhebt. Er erzeugt kleine, flaumige grau-grüne Samenkörner, die wie die vom Kümmel oder Kreuzkümmel geriffelt sind. Man gewinnt aus diesen Samen das sogenannte Anisöl. Zuckerbäcker nutzen gern seinem Geschmack nach Lakritze. In Frankreich dient er auch zur Herstellung von Pastis, in der Türkei von Raki und in Südamerika von Aguardiente. Grüner Anis stammt ursprünglich aus dem Mittleren Osten und wird heutzutage hauptsächlich in der Türkei, Syrien, Spanien und Frankreich angebaut.

Wissenschaftlicher Name: Pimpinella anisum

Verwendungstipps

  • Anissamen werden traditionell für Konditor und Süsswaren verwendet insbesondere im Gewürzbrot oder Zwieback. Anis findet auch beim Würzen von bestimmten Getränken wie Likören Verwendung. Er ist ebenfalls Bestandteil der Gewürze der asiatischen Küche wie der Mischung „China 5 Gewürze”.